Fibromyalgie braucht Bewegung

Das Fibromyalgie-Syndrom ist eine nichtentzündliche weichteilrheumatische Erkrankung, bei der Schmerzen an zahlreichen Muskeln und der Umgebung vieler Gelenke im Vordergrund stehen.
Fast immer sind der Nacken mit Ausstrahlung in die Schultern, Ellenbogen und den Hinterkopf sowie in die Lendenwirbelsäulen/Becken-Region betroffen. Typischerweise verstärken sich die
Beschwerden nach längerer Ruhe (auch morgens) und in Zwangshaltungen, bessern sich jedoch in der Regel bei Bewegung.

Da mit medikamentöser Behandlung nur selten eine Besserung erreicht wird, ist physikalische Therapie die erfolgversprechenste Behandlung. Bewegung steht an erster Stelle: Leichte Gymnastik, später auch Kräftigungs- und Dehnungsübungen. Vor­ übergehend kann es zu etwas mehr Schmerzen kommen, da die
Bewegungsorgane in ungewohnter Weise gefordert werden. Ein Ziel der Gymnastik ist die Verbesserung der Koordination der Muskulatur, z. B. durch Gleichgewichtsübungen. Gleichzeitig wird die
Körperwahrnehmung sensibilisiert und auch die Fitness gefördert.

Gemeinsam beweglich bleiben
Die Deutsche Rheuma-Liga bietet überall in Deutschland spezielle Bewegungsangebote unter fachlicher Anleitung. Das sogenannte Funktionstraining ist besonders für rheumakranke Betroffene entwickelt und findet unter fachlicher Anleitung statt.

Fragen Sie nach bei der Rheuma-Liga in Ihrer Nähe. Wir freuen uns auf Sie!
Info-Telefon 01804 – 60 00 00
20 ct. pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 ct. pro Anruf aus den Mobilfunknetzen.
Herausgeber: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14 • 53111 Bonn
eMail: bv@rheuma-liga.de • www.rheuma-liga.de
6. Auflage 2013 – 30.000 Exemplare • Druck-Nr. A5/BV/10/13
Unser besonderer Dank gilt der Krankengymnastischen/Physiotherapeutischen
Abteilung des Johanniter-Krankenhauses Bonn.
Mit finanzieller Förderung der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Folgende Grundregeln sollten Sie beachten:
  • Beginnen Sie vorsichtig und langsam mit den Übungen, steigern Sie sich erst allmählich,
    üben Sie aber regelmäßig.

  • Dehnungsübungen sollten 20 – max. 30 Sekunden gehalten werden! Nicht nachfedern!
    Bei den Übungen kann es zu einer leichten Schmerz­zunahme kommen.
    Bei deutlich stärkeren Schmerzen sollte jedoch pausiert werden.
    Sprechen Sie bei Beschwerden mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer/m Krankengymnasten/in.
  • Dehnungsübungen sollten 20 – max. 30 Sekunden gehalten werden! Nicht nachfedern!
  • Die Anspannungsübungen sollten ca. 8 – 12 Sekunden gehalten werden!
  • Regelmäßige Atmung nicht vergessen.