Rheuma – was ist das?
Leichte Beschwerden in Gelenken oder Muskeln, im Kreuz oder in den Fingern kennt jeder. Sie können ein Anzeichen für Rheuma sein, heilen aber ebenso oft durch ein wenig Schonung und Wärme (bei Entzündung Kälte) von selbst wieder aus. Rheuma hingegen ist etwas anderes. Die Krankheit ist schmerzhaft und in der Regel chronisch, sie beeinträchtigt die Kranken ein Leben lang und bedarf ständiger Behandlung. Was aber ist Rheuma?

Der Begriff Rheuma steht für chronische Schmerzen, die die Betroffenen meist ein
Leben lang beeinträchtigen und den Bedarf häufiger oder ständiger Behandlung einschließen. Dabei ist Rheuma nicht gleich Rheuma, sondern vielmehr ein Sammel begriff, mit dem mehr als 100 verschiedene Krankheitsformen beschrieben werden. Der Begriff als solcher stammt aus dem Griechischen und wurde bereits im 5. Jahrhundert vor Christus erwähnt. Übersetzt heißt »Rheuma« etwa soviel wie »fließender Schmerz«, eine namensgebung des griechischen Gelehrten Empedokles. Er beschrieb damit die so genannten»Schmerzdämonen«, die für die verschiedensten Leiden verantwortlich sein sollten unddas typisch schmerzhafte Rheuma-Leiden verursachen. Auch heute, über 2.500 Jahre nachden Entdeckungen von Empedokles, ist dieserBegriff aus der Antike noch immer aktuell.

Und noch immer ist Rheuma nur schwer zu beschreiben, denn zu verschieden sind die
Krankheitsbilder. Rheumatische Erkrankungen können manchmal leicht verlaufen, in einigen Fällen aber lebensbedrohlich sein. Sie können schleichend, über Jahre hinweg, systematisch die Gelenke zerstören oder, im Extremfall, Organe wie Herz, Nieren, Lunge, Darm, Haut oder Augen angreifen. Wie auch immer die Krankheit verläuft, eine Regel bleibt gleich: Je eher Rheuma erkanntund behandelt wird, desto besser sind die Chanchen!
Vier große Hauptgruppen der
Krankheit werden unterschieden:
  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen – z. B. Arthritis
  • degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen – z. B. Arthrose
  • Weichteilrheumatismus – z. B. Fibromyalgie
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden – z. B. Osteoporose

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