Entzündliches Rheuma / Gesundheitsstudie NAKO
will Vorbeugung und Früherkennung verbessern
Focus

20 Millionen Deutsche leiden an Krankheiten der Bewegungsorgane wie Arthrosen, Osteoporose oder chronischen Rückenschmerzen.
Die rheumatoide Arthritis (RA) ist mit rund 550.000 Betroffenen die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Oft wird sie erst nach einer langen Leidensgeschichte diagnostiziert.
Im Rahmen der NAKO, Deutschlands größter Gesundheitsstudie, widmen sich die Wissenschaftler auch der rheumatoiden Arthritis und den Arthrosen.

Mit der NAKO bietet sich die bisher in diesem Umfang nicht dagewesene Chance, Gesunde aber auch Betroffene gleichermaßen medizinisch zu untersuchen und nach ihren Lebensumständen zu befragen, einmal jetzt und dann erneut in vier bis fünf Jahren. Durch den Vergleich der Informationen und Daten können Zusammenhänge zwischen erblicher Vorbelastung, Ernährung, Verhalten und Umwelteinflüssen aufgedeckt werden. „Gerade bei der RA ist dieser Ansatz extrem vielversprechend, da die Ursachen für die Erkrankung multifaktoriell sind und die Details ihres Zusammenspiels bei weitem noch nicht bekannt sind“, so Prof. Dr. Angela Zink, Leiterin des Fachbereichs Epidemiologie am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum. Die konkreten Ergebnisse sind zurzeit noch nicht prognostizierbar. Aber die Wissenschaftler sind davon überzeugt, vor allem Prävention und Früherkennung der RA – und vielleicht auch anderer Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises – erheblich zu verbessern. Dies gilt auch für die Arthrosen der Knie- und Hüftgelenke, die zu schweren Beeinträchtigungen durch Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen und für die es heute noch keine Heilung gibt. Auch sie werden im Rahmen der NAKO untersucht.

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Quelle:Deutschen Rheuma -Forschungszentrum