Rheumatologe – und ganz wichtig – gemeinsam
mit den Patienten erfolgen.

Dr. Edmund Edelmann
Dr. Edmund Edelmann
Vorstandsmitglied im Berufsverband
Deutscher Rheumatologen

ja, welche?

Auf jeden Fall! Zwischen Hausärzten und Rheumatologen wurden Behandlungspfade definiert, die festlegen, wer wofür zuständig ist. Hausärzte verpflichten sich, bei Verdacht auf Rheuma frühzeitig zum Rheumatologen zu überweisen. Rheumatologen verpflichten sich, Termine für eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung innerhalb von 14 Tagen freizuhalten. Die wechselseitige Information zwischen Hausärzten und Rheumatologen wird verbessert. Nicht nur der Rheumatologe informiert den Hausarzt binnen 14 Tagen durch einen ausführlichen Arztbrief, auch der Hausarzt trägt Sorge dafür, dass der Rheumatologe alle wesentlichen Informationen erhält. So können unnötige und zeitraubende Doppeluntersuchungen vermieden werden. Auch die Langzeitversorgung soll in kontinuierlicher Abstimmung zwischen Hausarzt und Rheumatologe – und ganz wichtig – gemeinsam mit den Patienten erfolgen.

Wird die Rheuma-Therapie durch den
Vertrag auch wirtschaftlicher?

Die Hauptkosten in der Behandlung der häufigsten entzündlichen Rheumaformen werden
durch neue hochwirksame Medikamente, die Biologika, verursacht. Die Kosten pro Packung können durch einen Versorgungsvertrag nicht sinken. Es wird aber ein Leitlinien-orientierter und verantwortlicher Umgang mit Arzneimitteln gefördert. Durch die Verpflichtung der Rheumatologen zu einer aufwendigeren, zielorientierten Behandlung mit genauer Erfassung der Krankheitsaktivität steigen die Aussichten der Rheuma-Patienten, einen Krankheitsstillstand zu erreichen. Niedrigere Medikamentenkosten, seltenere Arbeitsunfähigkeiten, weniger Krankenhauseinweisungen und weniger operative Eingriffe sind die unmittelbare Folge mit deutlichen Kosteneinsparungen. Worauf dürfen die Patienten hoffen? Für den einzelnen Rheuma-Patienten bedeutet diese bessere Versorgung vor allem mehr Teilhabe am Leben, den Erhalt der Arbeitsfähigkeit, die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit, die Chance, ein normales Leben ohne Behinderung zu führen – und damit letztlich eine höhere Lebensqualität.

Quelle: BARMER GEK