Arthrose

Nässe und Kälte trotzen

Es ziept, es piekst oder ein scharfer, stechender Schmerz macht sich breit: Besonders in der kalten Jahreszeit verstärken sich bei vielen Arthrose-Patienten Gelenkschmerzen. Die Kälte scheint ihnen förmlich in die Knochen zu kriechen. Zwar sind die genauen Ursachen medizinisch noch nicht geklärt, aber die Kombination aus fallenden Temperaturen, sinkendem Luftdruck und geringer Luftfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Arthrose-Schmerzen verstärkt werden.
Bewegung muss sein
Deshalb bleiben viele Betroffene so oft wie möglich im Warmen und verzichten während der kalten Wintermonate leider weitestgehend auf Bewegung. Und genau da beginnt der Teufelskreis. Denn je weniger sich Patientinnen und Patienten bewegen, desto mehr versteifen sich die Gelenke und die Schmerzen verstärken sich. Deshalb empfehlen Experten, dass Patientinnen und Patienten gerade in dieser Jahreszeit auf moderate Bewegung setzen, auch wenn es Überwindung kostet. Welche Form der Bewegung das ist, hängt sowohl von der Ausprägung der Krankheit als auch von der individuellen Fitness ab. Ein täglicher Spaziergang sollte jedoch für fast jeden möglich sein.
Bei Arthrose Gehhilfe nutzen
Dabei muss sich niemand schämen, auch mal einen Gehstock zu benutzen. Gerade bei fortgeschrittener Arthrose macht er das Laufen auf feuchtem Laub oder bei Eis und Schnee sicherer. Betroffene gehen entspannter und vermeiden Verkrampfungen der Muskulatur. Außerdem entlasten Gehhilfen die Gelenke, weil sie einen Teil des Gewichts tragen. Nicht umsonst benutzen viele Wanderer in den Bergen oft ein oder sogar zwei Stöcke. Wer sich mehr als einen Spaziergang zutraut, sollte eine Sportart mit einem fließenden Bewegungsablauf wählen, wie etwa Skilanglauf oder Walken.
Wärme für die Gelenke
Unabhängig vom täglichen Bewegungsprogramm sollten Betroffene auf Wärme setzen und die schmerzenden Gelenke zusätzlich zur normalen Winterkleidung einpacken. So sorgen etwa Knie-, Ellenbogen- oder Schulterschoner aus speziellen Funktionstextilien für wohlige Wärme. Nach einem Aufenthalt in der Kälte sorgt ein heißes Bad für Wohlbefinden. Durchgefrorene Hände werden übrigens schneller schmerzfrei, wenn man einen Schwamm in warmem Wasser kräftig durchknetet.

Claudia Rembecki
Redakteurin, BARMER GEK
Unternehmenskommunikation

Quelle: BARMER GEK